3 Methoden zum Kleiderschrank-Ausmisten für Anfänger und Profis

Dein Kleiderschrank quillt aus allen Ecken? Du möchtest zu einer bevorstehenden Kleidertauschparty Klamotten mitnehmen und nochmal schauen, ob du Schrankhüter auf deinen Kleiderbügeln hängen hast? Dann ist es an der Zeit, richtig auszumisten!

Bei allen Methoden: Ziehe jedes Kleidungsstück an und prüfe, ob du dich darin wohlfühlst.

Wieso Ausmisten dein Leben automatisch schöner macht

Das Schöne am Aussortieren ist, dass deine alltägliche Kleiderwahl einfacher wird: Wenn du vor allem Lieblingsstücke im Schrank hängen hast, ist es leichter, etwas Passendes zu finden. Kaputte und ungeliebte Kleidung (Schrankhüter) nehmen dir Zeit weg und Raum in Anspruch. Wer will das schon? Nach dem Ausmisten kommt man zudem oft in den Genuss des Gefühls von Erleichterung – hiervon schwärmen Minimalisten oft.

Befreit zu sein von allen Kleidungsstücken, die man nicht mehr schön findet oder die einfach nicht mehr passen, macht glücklich. Bock? Dann geben wir dir ein paar Aufräum-Methoden an die Hand.

Kleiderschrank richtig ausmisten: Diese 3 Methoden helfen dir beim Aussortieren

1. Die Karton-Methode

Geeignet für: Personen, die viel Kram besitzen und nicht wissen, wo man anfangen soll. Beginne mit einem Raum oder einem bestimmten Bereich, dem Kleiderschrank zum Beispiel. Räume den gesamten Schrank leer und verstaue es möglichst themenorientiert in Kartons; Hosen zueinander und T-Shirts nebeneinander usw. Lebe ab nun für einen Monat “aus den Kartons” und nehme immer nur das heraus, was du anziehen möchtest. Kleidungsstücke, die du angezogen hast, kommen nicht zurück in den Karton, sondern (nach der Wäsche) in den leeren Kleiderschrank zurück. 

Das Ergebnis wird am Ende so aussehen, dass alle Kleidungsstücke, die du nicht gerne trägst, im Karton liegen und deine Lieblingsstücke, die du dir in dem Monat herausgesucht hast, im Kleiderschrank hängen oder liegen. Schaue dir die Stücke im Karton an und sei ehrlich zu dir: Macht dich dieses eine Top noch glücklich? Fühlst du dich in ihm noch immer wohl und selbstsicher? Wenn die Antwort “Nein” oder “Hmm…“ lautet, kannst du das Kleidungsstück mit gutem Gewissen aus deinem Leben geben. Schließlich hast du in einem Monat immer erst nach anderen Teilen gegriffen und das sagt schon alles!

Juli mistet regelmäßig aus, um immer wieder etwas zum Kleidertauschen zu haben.

2. Die 4-Kisten-Methode

Geeignet für: Aufräumer, die Unterstützung bei Entscheidungen während des Aussortierens brauchen. Fast so, wie bei der Fernsehsendung “Der Trödel-Trupp” auf RTL 2. Man nehme 4 Kisten und beschriftet jeden mit einer Zahl, angefangen bei der Zahl Eins. Whuuup, der schwierigste Schritt ist getan! Nun nimmst du dir einen Bereich aus deinem Chaos vor, öffnest die Schränke und verteilst die Gegenstände (exklusive Möbel) auf die vier Kartons.

Was kommt wo hinein?

Kiste 1: Gegenstände, die du behalten möchtest.

Kiste 2: Gegenstände, die du verkaufen möchtest.

Kiste 3: Gegenstände, bei denen du dir unsicher bist, ob du sie behältst oder weggibst.

Kiste 4: Gegenstände, die kaputt sind und artgerecht entsorgt werden wollen.

3. Das 100-Dinge-Prinzip auf Kleidung adaptiert

Geeignet für: fortgeschrittene Aufräumer, die Spaß an verrückten Herausforderungen haben. Beim 100-Dinge-Prinzip von Dave Bruno benutzt du insgesamt nur 100 Dinge und das für einen ganzen Monat. Das ist bei ihm auf jegliche Gegenstände in einer Wohnung bezogen und wird hier bei uns zunächst auf den Kleiderschrank beschränkt. Wir nennen es: Das 30-Stücke-Prinzip. Räume alle herumliegenden Kleidungsstücke in deiner Wohnung weg, damit du nicht in Versuchung kommst, mehr zu benutzen. Wähle die Kleidungsstücke aus, die du in dem Monat verwenden möchtest. Ein Paar Schuhe zählst du als 1 Stück (1 Schuhpaar=1 Stück).

Wenn du im Laufe des Monats unbedingt etwas brauchst, was du zu Beginn nicht ausgewählt hast, kannst du eine Ausnahme machen und das jeweilige Objekt 1 zu 1 austauschen. Beispielsweise das zweite Paar Schuhe für einen weiteren Pulli. Wie klingt das? Schon krass finde ich und wenn du diese Aktion auch nur für 2 Wochen durchhältst – berichte uns davon!

Am Ende: Schnell weg damit

Bringe alle Kleidungsstücke, die du ausgemistet hast, schnellstmöglich aus deinen 4 Wänden, andernfalls krabbeln sie zurück oder eröffnen ein neues Gelage – glaub mir! Stücke, die du verkaufen möchtest, haben natürlich ein längeres, aber dennoch befristetes Anwohner-Recht. Wenn der nächste Kleidertausch ansteht, hast du auch direkt Stücke, die du mitnehmen kannst! Der Rest kommt raus, am besten noch heute!

Dann kannst du ganz leicht in unserem Veranstaltungskalender ein Event in deiner Nähe raussuchen. Sofern nichts anderes in der Beschreibung steht, gehst du einfach mit deinen aussortierten Klamotten hin und lässt alles weitere auf dich zukommen.

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Juli

Juli hat Niederlande-Deutschland-Studien studiert und arbeitet für eine niederländische Marketing-Agentur, wohnt in Münster und informiert seit Jahren auf ihrem Blog über Zugreisen, Farmarbeit in Schweden, Leben in den Niederlanden und das Tauschen von Kleidung. Sie kümmert sich bei Kleidertausch.de um den Veranstaltungskalender & Website-Optimierungen.